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Man Mann!

  • privat8773
  • 23. Okt. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Nov. 2025

Bevor ich anfange irgendetwas über meine persönlichen Empfindungen zu schreiben, möchte ich mich dafür Entschuldigung, wie primitiv und körperlich einseitig sich das Tier Mann im Allgemeinen gegenüber der Frau verhält.

Erst gestern habe ich mich mit einer Bekannten über das Verhalten, das manche Männer bei der Konfrontation mit einer potentiellen Nähe an den Tag legen, unterhalten. Wenn ich dann zu hören bekomme, das Männer nur den reinen sexuellen Kontakt in den Vordergrund stellen und nach dem ersten kennenlernen, es tut mir leid, ich muss es so direkt ansprechen, ein Bild ihres Penis der Frau schicken und über die Länge ihres »Schwanzes« prahlen, dann bleibt mir nichts anderes übrig, mich als Mann für dieses Verhalten zu entschuldigen. Das möchte ich allem, was folgt, voranstellen, denn eigentlich wollte ich einen Appell an die Frauen schreiben und die Frage stellen, warum ich, so ist zumindest manchmal meine Empfindung, als Mann, auf eine Kategorie reduziert werde und nicht auf mein Mensch sein. Dieser Stempel verunsichert mich in meiner Gefühlslage ein Mann zu sein, zutiefst, als Mensch ist es der Aufruf an diesem Umstand zu arbeiten und diese zutiefst vegetativen Grenzen zu bekämpfen. Für mich persönlich heißt das, die Lücken zwischen, wenn man das so sagen kann, dem Mensch sein als Frau und dem Mensch sein als Mann zu schließen, um vielleicht etwas dazu beitragen zu können, damit dieser Unterschied sich auflöst. Auch wenn das Ideal ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein scheint, bedeutet das noch lange nicht, diesen Kampf aufzugeben. Vor allem als Mann muss ich mir das immer wieder sagen, es mir vor Augen führen und den Mensch in mir aufspüren.

Trete ich jedoch, wie oben beschrieben zum Beispiel durch ein Gespräch mit einer Frau, aus meiner kleinen Blase heraus und muss dann realisieren, wie steinzeitlich das Auftreten von uns Männer ist, dann schäme ich mich, als Mann in diese Welt geboren worden zu sein.

Deshalb soll das nicht als Appell an die Frauen verstanden werden, sondern an uns Männer. Gott verdammte Scheiße, wann begreift ihr, wieviel mehr im Umgang mit dem anderen Geschlecht steckt, als dieser instinktive Impuls des simplen sexuellen Aktes. Wenn die Konsequenzen dieses Verhaltens nicht so weitgreifend wären, dann würde ich diesen Umstand nur belächeln und mich über die ihre Armseligkeit dieser Männer amüsieren.

In diesem Bild steckt so viel Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der Frau als Mensch und deckt die Schamlosigkeit auf, mit der wir Männer unsere gesellschaftliche Rolle ausnützen. Dieses Verhalten degradiert die Frau zu einem Objekt und wenn irgendein ein Mann ebenfalls von diesem Bild erschrickt, dann ist es Gott verdammt seine Aufgabe, etwas gegen diese Situation zu tun.

Dem Rest empfehle ich, sich mit seiner Armseligkeit zu konfrontieren und sollte einer von euch es wagen, sich über die Reaktion einer Frau zu echauffieren, dann bringe ich dafür kein Verständnis auf.

Wenn ich als Mann nicht begreife, daß es nicht die Aufgabe der Frau ist, meine Körperlichkeit in den Griff zu bekommen und die zwischenmenschliche Diskrepanz aufzulösen, sondern ich meinen aktiven Teil dazu beitragen muss, dann sollte sich die betroffene Person überlegen, ob es nicht besser wäre, wenn er sich in ein stilles Kämmerlein zurückzieht und seine Mitmenschen nicht mehr länger mit seinem Gewaltpotenzial konfrontiert.

Woher kommt diese Diskrepanz? Vielleicht liege ich falsch und bleibe mit dieser Meinung allein, aber ein wesentlicher Unterschied in der sozialen Entwicklung eines Mannes zu der sozialen Entwicklung einer Frau, ganz unabhängig vom gesellschaftlichen Stand und der Bildung, ist die Tatsache, als Mann bin ich in der Pubertät bezüglich meiner Geschlechtsentwicklung hauptsächlich nur mit der Sexualität konfrontiert. Simpel gesagt, er ist bezüglich seines Geschlechtsorgans nur auf den sexuellen Akt fokussiert. Eine Frau dagegen, und diese Erfahrung fehlt uns Männern komplett, ist jeden Monat von Neuem allumfassender, mit ihrem Körperlichkeit konfrontiert. Dieser Unterschied ist das Menetekel und es ist ganz sicher nicht Ausdruck dessen, dass die Frau etwas tun muss, sondern es ist Ausdruck einer Diskrepanz, die wir Männer, Gott verdammt, aufholen müssen.

Ich bin als Mensch nicht perfekt und durch die fehlende allumfassende körperliche Erfahrung während meiner Adoleszenz, ist es ein Gedanke, der mich zu dieser Körperlichkeit führt, aber wenn Mann nur einmal davon gekostet hat, das ist meine Empfehlung, dann möchte Mann es nicht mehr missen.


Dilettant

 
 
 

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