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Nur ein Eindruck

  • privat8773
  • 14. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Heute Morgen hat mich der Eindruck überrumpelt, die Welt, in der ich aufgewachsen bin, zerbrösle langsam aber sicher in dem Mühlwerk des allgemeinen Phlegmas und, ich schließe mich dabei nicht aus, der selbstgerechten Ignoranz unseres Zeitalters.

Es ist nur mein Eindruck, ich weiß und bestimmt bewerte ich es entsprechend meiner ganz persönlichen Angst, aber wenn ich die Bilder vom Gazastreifen, der Ukraine und der vielen anderen Kriegsherde sehe, dann fühle ich mich an daran erinnert, wie es nach dem 2. Weltkrieg in den deutschen Städten und in vielen anderen Städten der restlichen Welt, ausgesehen hat.

Der Kriegsgedanke hat in der Gegenwart wieder die Oberhand gewonnen. Das ist kein Film, den wir da jeden Tag in den Nachrichten präsentiert bekommen, das ist für viele Menschen die Realität. Wenn ich mir vorstelle, dass meine eigene Realität unter Umständen vielleicht auch bald so aussieht, macht mich das traurig und ich frage mich, bin ich der einzige, der diesen Sumpf der täglichen Selbstlüge unter den Füssen spürt.

Keine Sorge, ich konfrontiere mich in diesem Moment damit, mit dieser Aussage, zu denen zu gehören, die alles negativ sehen und damit unsere, ach so heile Welt, beflecken. Damit muss ich leben.

Warum mache ich es dann trotzdem? Gerade in diesem Moment liegen meine beiden Kinder in ihren Betten und vertrauen darauf, vielleicht unbewusst, ich möge alles dafür tuen, dass die Welt so bleibt, wie es ihre Gewohnheit ist. Sie brauchen diese Sicherheit, damit sie alle Möglichkeiten ausschöpfen können, um die Lust am Leben, die ich in ihrem Alter ausleben durfte, ebenfalls leben zu können. Ohne diesen Impuls, so glaube ich, werden sie nicht in der Lage sein, in dieser Welt, selbstbewusst ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten zu können.

Wie schon gesagt, es ist nur mein, von Angst getrübter Eindruck und ich besitze die Unverschämtheit auf den Zustand unserer Gegenwart hinzuweisen, obwohl ich selbst nicht frei von Schuld bin und zu alle dem meinen persönlichen Teil beitrage. Nur weil ich den Versuch starte, der Gegenwart ihren Namen zu geben, keine Sorge, ohne den Anspruch, er solle allgemeingültig sein, wäscht mich die Handlung nicht davon rein. Aber wenn ich damit nicht offen umgehe, sondern nur still in meinem Kämmerlein sitzen bliebe und versuchte einen Status Quo aufrecht zu erhalten, der meiner Meinung nach, zu einer eingeschränkten Daseinsberichtigung unserer lieb gewonnenen Freiheit führt, dann könnte ich meinen Kindern nicht mehr, ohne ein schlechtes Gewissen, vor die Augen treten.

Ich weiß, die Erkenntnis über meine selbstverliebte Nichtigkeit, sollte mir verbieten, diesen Anspruch verbal in die Welt zu setzen. Aber die Bilder vom Gazastreifen und der Ukraine lassen mich nicht los. Der Gedanke, meine Kinder müssten in einer zerstörten Welt aufwachsen, macht mir ganz einfach Angst.

Diese Angst möchte ich zum Ausdruck bringen, denn ich wage es, unsere eigene Geschichte heranzuziehen und Parallelen zur Gegenwart zu abstrahieren. Es tut mir leid und ich bin mir darüber bewußt, es ist nur mein eigener Eindruck, es sieht alles danach aus, dass die Welt in einen Krieg hineingezogen wird, dessen Ausmaß wir uns nicht vorstellen können.

Kann irgendjemand diese Angst nachvollziehen? Gibt es irgendjemand, der über diese Tatsache nicht einfache konsumgeprägt hinwegsieht und das nächste mediale Ereignis aufsucht, sondern sich dieser potenziellen Gefahr stellt? Es ist nur ein Eindruck und es bleibt ein wenig Hoffnung, es möge nur ein Eindruck bleiben.

 
 
 

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